Kielgeißler
Der Kielgeißler ist die zentrale Figur eines Seemanns-Aberglaubens im Porto Aguila.
Die Legende spricht von einem hässlichen, griesgrämigen Piraten, der beim Versuch, ein Handelsschiff, das vollbeladen mit Bierfässern war, vernichtend geschlagen und anschließend solange kielgeholt wurde, bis sich seine Haut komplett abgeschält hatte.
Auf Rache sinnend, streift er seither in den Gewässern vor Porto Aguila umher und segelt mit einer Mannschaft aus Verdammten auf seinem Schiff, dessen Segel aus Menschenhaut bestehen und das Steuerrad aus Knochen. In besonders nebligen Nächten überfällt er Handelsschiffe, in der Hoffnung, seinen größten Verlust wieder ausgleichen zu können, indem er ein Schiff voller Bierfässer kapert.
Die Besatzungen der Schiffe überleben im Regelfall nicht und werden entweder kielgeholt oder zum Dienst auf seinem Schiff gezwungen.
Im Hafen selbst geht der Aberglaube um, dass der Kielgeißler einen holt, wenn man versehentlich Bier ins Meer verschüttet oder sich nach einem Gelage ins Wasser übergibt.